Sozialer Zaun der AWO Karlsruhe-Land wird Dauereinrichtung

„Wer hat, der gibt und wer nichts hat, der nimmt“ – so lässt sich das Prinzip des Sozialen Zauns zusammenfassen, den der AWO Kreisverband Karlsruhe-Land seit 2017 vor der Geschäftsstelle in Bruchsal an der Prinz-Wilhelm-Straße betreibt. Anstelle des bisherigen, provisorischen Bauzauns, an dem sich Bedürftige für einige Wochen im Jahr mit originalverpackten Lebensmitteln, Tierfutter und Hygieneprodukten versorgen konnten, steht das Angebot mit einer neuen Festinstallation künftig ganzjährig zur Verfügung.

„Wir freuen uns, dass unser Sozialer Zaun nun dauerhaft denjenigen helfen kann, die nicht ganz auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, erklärten die AWO-Geschäftsführerinnen Elke Krämer und Angelika Nosal bei der Eröffnung. „Die Nachfrage, aber auch die Spendenbereitschaft unter den Bruchsalerinnen und Bruchsalern ist groß“, so Krämer. „Möglich wurde der Umbau durch eine erfolgreiche Bewerbung bei der ‚Macherbus‘-Aktion der EnBW“, ergänzt Nosal. Dabei fördert der Energieversorger ausgewählte gemeinnützige Projekte, wobei ein Team von Mitarbeitenden die Umsetzung unterstützt. Auch andere regionale Firmen hatten zur Realisierung beigetragen: „Wir möchten besonders der Zaunbaufirma Hadra und der Metallbaufirma Lackus danken“, so Nosal.

Beim Vor-Ort-Termin während der Umbauarbeiten lobte die Bruchsaler Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick das Angebot. Die „liebevolle Umsetzung“ sei ein Zeichen von Wertschätzung gegenüber denjenigen, die auf Lebensmittelspenden angewiesen sind. Zugleich betonte die Oberbürgermeisterin die Notwendigkeit, Armut konsequent zu bekämpfen: „Ich wünsche dem Projekt Erfolg. Doch ich wünsche mir auch, dass wir alle daran arbeiten, irgendwann darauf verzichten zu können.“

Spenden können auch künftig wie gewohnt am Empfang der AWO-Kreisgeschäftsstelle abgegeben werden, von wo aus sie über den Zaun in vollem Umfang an Bedürftige weitergereicht werden.

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